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Presse: AOK September 2019 - Wald tut gut

Aktualisiert: Apr 2



Text: Dirk Hoffmann


In Japan ist es schon seit Jahrzehnten beliebt. Nun gewinnt das Waldbaden auch hierzulande immer mehr Anhänger.


Das lässt sich Claudia Scharf nicht nehmen: "Ich gehe fast jeden Tag in den Wald", sagt die Waldpädagogin aus Seifersdorf bei Dresden. Sie hat in der belaubten Natur ihre zweite Heimat gefunden – privat und beruflich. Denn Wald tut gut: Man vergisst den Alltag und die Stadt. Die überbeanspruchten Sinne kommen zur Ruhe. Unter einer alten Buche, neben einem sprudelnden Bach entspannt und entschleunigt man. Und beginnt zu lauschen, zu tasten, tiefer zu atmen. Diese Erfahrung gibt die Waldpädagogin weiter, als Kursleiterin für Waldbaden. Gebadet wird dabei nicht mit dem Körper in einem See, sondern mit allen Sinnen in der Atmosphäre des Waldes. Für Menschen, die oft angespannt sind, kann der Wald eine Oase sein und gesundheitliche Effekte bringen. Was genau diese hervorruft, ist noch nicht abschließend erforscht. Sind es die Mikroorganismen und gasförmigen Pflanzenstoffe in der Waldluft, die ätherischen Öle der Bäume, die Staubfreiheit, die Ruhe, das Grün? Alles zusammen? Seit den 2010er-Jahren gibt es internationale Studien dazu. "Und die belegen, dass das Waldbaden nachweislich unser Nervensystem beeinflusst", erläutert Claudia Scharf. "Die Aktivität des Parasympathikus, der unserer Erholung dient, steigt. Hingegen sinken der Puls, der Blutzuckerspiegel und die Konzentration an Stresshormonen. Die Atmung wird tiefer. Die Zahl natürlicher Killerzellen im Körper steigt und damit wird das Immunsystem gestärkt." An sich ist jeder Wald, der weit genug von einer befahrenen Straße oder Industrieanlage entfernt steht, für ein Waldbad geeignet. In Japan, wo seit den 1980er-Jahren das Waldbaden gesellschaftlich an erkannt ist, existieren zahlreiche ausgewiesene Heilwälder. Vor drei Jahren wurde der erste Heilwald Deutschlands in Heringsdorf auf der Insel Usedom eingeweiht. Wer eine fachliche Anleitung wünscht: Angebote zum Waldbaden* gibt es außer im Seifersdorfer Tal unter anderem auch im Nationalpark Hainich und im Naturpark Dübener Heide. In Südthüringen bietet die AOK PLUS Entspannungs - seminare im Wald für Mitarbeiter von örtlichen Firmen im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements an. Dass Waldluft heilsam ist, wusste übrigens schon der Arzt Dr. Heinrich Lahmann, der um 1900 den Patienten seines berühmten Sanatoriums Luftbäder in der Dresdner Heide verordnete.





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